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Grundsteuer 2022 – Probleme & Chancen für Steuerberater

In den letzten Jahrzehnten wurde die Kritik an der Grundsteuer immer lauter, doch in diesem Jahr ist es endlich soweit, der Gesetzgeber startet die längst überfällige Reformierung der Grundsteuer.

Damit verbunden sind weitreichende Änderungen sowie eine Zahl noch ungeklärter Fragen. Besonders für Steuerkanzleien und deren Berater stellt die Reform in diesem Jahr eine besondere Herausforderung dar.

Es lassen sich jedoch auch Chancen erkennen, von denen vor allem Mandanten, besonders gut vorbereiteter Steuerberater, profitieren sollten.

Im Folgenden beschäftigen wir uns mit genau diesen Herausforderungen & Chancen. Darüber hinaus erhalten Sie als Steuerberater Tipps und Tricks zur Grundsteuerreform 2022, sodass Sie bestmöglich gewappnet sind, Ihren Mandanten eine sorgenlose Beratung zu bieten.

 

Inhaltsverzeichnis:

  • Grundsteuerreform 2022
  • Herausforderungen für Steuerberater
  • Chancen für Steuerberater
  • Die Lösung – Steuerservice von DeutscheGrundsteuer.de

 

Grundsteuerreform 2022

2018 erklärte das Bundesverfassungsgericht das bisherige Grundsteuergesetz für verfassungswidrig. Wesentliches Problem der bisherigen Berechnung ist das Zugrundelegen von Einheitswerten aus dem Jahr 1964 im Westen, respektive 1935 im Osten Deutschlands.

Werte, die sich seitdem sehr unterschiedlich und teils gegensätzlich entwickelt haben. Hinzu kommt, dass aktuell selbst für vergleichbare Immobilien in benachbarter Lage massive Differenzen bei der Grundsteuerzahlung auftreten können. Ungerecht und verfassungswidrig, so das Bundesverfassungsgericht.

Die Neuregelung sieht vor, dass zukünftig Bodenrichtwert und statistisch ermittelte Nettokaltmiete maßgebend für die Berechnung der Grundsteuer sein werden. Ebenfalls relevant werden sein Grundstücksfläche, Gebäudeart (privat oder gewerblich) und das Alter des Gebäudes.

Die Steuermesszahl wird vorerst leicht gesenkt. Zudem bleibt es den Kommunen freigestellt, die Hebesätze anzupassen und somit eventuell auftretenden Verlusten in den Gemeindekassen entgegenzuwirken.

Ziel ist es, das Gesamtaufkommen der Grundsteuer auf gesamtstaatlicher Ebene annähernd gleich zu halten (Aufkommensneutralität). Eine insgesamt höhere Steuerbelastung der Bürgerinnen und Bürger soll somit verhindert werden.

Erst ab dem 01. Januar 2025 ist die reformierte Grundsteuer zu zahlen. Bis zum 31. Dezember 2024 ist die Grundsteuer daher weiterhin auf Grundlage der bisherigen Einheitswerte zu entrichten.

Wie und in welcher Höhe Steuerpflichtige im Einzelfall von den Veränderungen betroffen sein werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht pauschal festlegen

Weiterführende Details zur Berechnung der Grundsteuer und Hintergrundinformationen zur Reform finden Sie auf der DATEV-Website oder auf DeutscheGrundsteuer.de.

 

 

 

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Die Herausforderungen für Steuerberater

Doch nicht nur der Steuerzahler selbst steht vor neuen Herausforderungen. Durch die Grundsteuer 2022 zeichnen sich ebenfalls folgenschwere Probleme bei den deutschen Steuerberatern ab.

Bereits zu Beginn lassen sich erste Schwierigkeiten erkennen. Eine Bekanntmachung zur Grundsteuerreform erfolgte abhängig von den jeweiligen Städten und Gemeinden. So wurden einige Steuerzahler direkt angeschrieben und informiert, andere wiederum waren darauf angewiesen, auf die öffentliche Bekanntmachung der örtlichen Finanzbehörden aufmerksam zu werden.

Demnach herrscht kein einheitlicher Kenntnisstand bei den Mandanten. Oder schlimmer noch, es ist davon auszugehen, dass sich ein gewisser Prozentsatz nicht davon angesprochen fühlt oder gar unwissend über den vorhanden Grundbesitz ist.

Die ohnehin schon zeitlich überlasteten Berater sehen sich darüber hinaus mit einem straffen Zeitplan konfrontiert. Im Zeitraum vom 01. Juli 2022 bis zum 31. Oktober 2022 ist die Abgabe, der „Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwertes“, an das zuständige Finanzamt verpflichtend.

Diese ist in elektronischer Form über das ELSTER-Portal vorzunehmen. Deutschlandweit betrifft dies rund 36 Millionen wirtschaftliche Einheiten. Betroffen sind sowohl bebaute Grundstücke (Grundsteuer B) als auch unbebaute Grundstücke (Grundsteuer C), sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (Grundsteuer A).

Erschwerend hinzu kommt, dass der Grundsteuerprozess in weiten Teilen des Landes noch nicht abschließend geklärt ist. Im Rahmen der sogenannten Öffnungsklausel hat der Bundesgesetzgeber den einzelnen Landesregierungen die Befugnis zur selbstständigen Regelung des Grundsteuergesetzes eingeräumt.

Das Resultat sind unterschiedliche Berechnungsmodelle und ein fehlender Konsens über die erklärungsnotwendigen Grundbesitzinformationen. Den Steuerberatern fällt es daher zusätzlich schwer, die Vollständigkeit der Erklärungsinformationen und damit die Richtigkeit der Feststellungserklärung zu gewährleisten.

Ganz zu schweigen von unklaren Regelungen zur Grundsteuerbefreiung. So besteht beispielsweise die Möglichkeit einer generellen Befreiung für gemeinnützige Organisationen oder Vereine. Eine eingeschränkte oder ermäßigte Grundsteuerbefreiung besteht nur für bestimmte Bauobjekte oder einzelne, gesondert zu berücksichtigende Personengruppen, wie beispielsweise Menschen mit Behinderungen.

Hinzu kommt ein starker Fachkräftemangel durch die ohnehin angespannte Situation am Arbeitsmarkt. Bestehende Mitarbeiter sind in laufende Projekte fest eingebunden und zeitliche Kapazitäten für neue Aufgaben sind kaum vorhanden oder lassen sich nur sehr schwer durch Überstunden realisieren.

Wiederum lässt sich der benötigte Arbeitsaufwand für die Preiskalkulation gegenwärtig kaum einschätzen. Eine konkrete Preisbestimmung scheint unmöglich und allgemeine hohe Preise für Mandanten sind die Folge.

Nicht nur können Steuerberater mit der Erstellung der Grundsteuererklärung beauftragt werden, auch sieht der Grundsteuerprozess eine etwaige Prüfung des jeweiligen Grundsteuerbescheids vor. Eine Tätigkeit die Eigentümerinnen und Eigentümer in der Regel an ihren Steuerberater abtreten.

Insgesamt führen die Herausforderungen der Grundsteuerreform 2022 dazu, dass Steuerberater vor der Betreuung und Bearbeitung der Grundsteuererklärungen ihrer Mandanten zurückschrecken.

Mandanten fühlen sich im Stich gelassen und sind unzufrieden mit der Beratungsleistung der Steuerkanzlei.

 

Chancen für Steuerberater

Um die Reform der Grundsteuer 2022 als Steuerberater dennoch als Chance zu verstehen, empfiehlt sich aktives Handeln. Die große Zahl an Herausforderungen sollte Steuerberater nicht davon abschrecken, ihren eigentlichen Beratungsverpflichtungen und steuerlichen Aufgaben nachzukommen.

 

Damit Sie als Steuerberater Ihre Mandanten in Zukunft vollumfänglich zur Grundsteuer beraten und informieren können, empfehlen sich folgende Schritte:

 

Vorbereitung interner Prozesse:

Sie sollten interne Arbeitsabläufe frühestmöglich für den weiteren Grundsteuerprozess vorbereiten.

Zunächst muss die Zuständigkeit einzelner Mitarbeiter klar geregelt sein. Zudem muss ausreichend Zeit für benötigte Mitarbeiterschulungen und -weiterbildungen im Vorfeld eingeplant werden.

Softwarelösungen, wie beispielsweise die von DATEV, können wertvolle Arbeitszeit für Sie einsparen und bei der Datenverwaltung helfen. Überlegen Sie sich gründlich, welche

Anforderungen Ihre persönliche Arbeitsweisen an ein Softwaretool stellen und wählen Sie entsprechend eine passende Lösung für sich.

Abschließend sollte die Gestaltung Ihres Honorars wohl bedacht kalkuliert sein. Grundlage dafür ist wiederum das Sicherstellen einer lückenlosen Arbeitszeiterfassung sowie der damit verbundenen Auftragsverwaltung.

 

Versand Rundschreiben & Information der Mandanten:

Im nächsten Schritt informieren Sie all Ihre Mandanten zur Grundsteuerreform 2022 sowie den damit verbundenen Neuerungen und Pflichten. Hierzu empfiehlt sich ein allgemeines Rundschreiben. Stellen Sie sicher, dass die Dringlichkeit des Themas aus Ihrem Anschreiben erkennbar wird und verweisen Sie zwingend auf die Abgabefrist zur Grundsteuererklärung 2022.

 

Identifizierung betroffener Mandanten:

Eine der größten Herausforderungen für Steuerberater liegt darin, die Gesamtzahl alle betroffenen Mandanten zu identifizieren. Erfahrungen zeigen, dass dies nicht immer einfach ist.

Hierbei hilft Ihnen beispielsweise das System von DATEV. Über das DATEV Daten-Analyse- System lässt sich eine Großzahl der betroffenen Mandanten bereits im Vorfeld identifizieren. Nutzen Sie dazu die Ansicht „Grundstücke“ im Bilanzkonto oder aber auch die Anlage V als Übersicht zur Einkommensteuer.

Zwar wurde im Rahmen einer öffentlichen und allgemeinen Bekanntmachung durch die Finanzbehörden bereits zur Grundsteuerreform informiert und einzelne Kommunen wenden sich direkt an die Eigentümerinnen und Eigentümer, dennoch empfiehlt sich auch an dieser Stelle nochmals der Verweis auf eine initiative Kontaktaufnahme und Befragung Ihrer Mandanten.

 

Zusammentragen benötigter Daten:

Frühestmöglich sollte ein Überblick der benötigten Daten bestehen. Welche Daten schlussendlich für den einzelnen Mandanten benötigt werden, hängt unter anderem von der jeweiligen Berechnungsmethode des Bundeslandes ab. Aber auch davon, ob es sich um Grundbesitz gemäß der Grundsteuerarten A, B oder C handelt.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass sich die wichtigsten Daten aus vorangegangenen Grundsteuerbescheiden (Einheitswertbescheiden) oder Flurkarten sowie Grundbucheinträgen und dem Kaufvertrag ergeben.

 

Datenerfassung:

Zur Datenerfassung empfiehlt sich ebenfalls eine entsprechende Softwarelösung. Achten Sie auf die Vollständigkeit aller relevanten Daten und lassen Sie sich die Freigabe der Informationen unbedingt durch den Mandanten bestätigen.

 

Elektronische Übermittlung der Feststellungserklärung:

Beauftragt Ihr Mandant Sie mit der Erstellung und Übermittlung der Feststellungserklärung, müssen Sie ab dem 01. Juni 2022 dafür Sorge tragen, dass die Erklärungsabgabe fristgerecht bis zum 31. Oktober 2022 in elektronischer Form an das zuständige Finanzamt erfolgt.

 

Prüfung des Steuerbescheids:

Darüber hinaus können Ihre Mandanten im Vorfeld eine entsprechende Empfangsvollmacht unterzeichnen. Dies spart wertvolle Zeit für Sie und Ihre Mandanten.

Wer nach eingehender Prüfung des Feststellungsbescheids dennoch Einspruch erheben möchte, kann dies voraussichtlich ab November 2022 tun.

 

Service externer Dienstleister:

Sollte man sich als Steuerberater dennoch nicht ausreichend vorbereitet fühlen, empfiehlt sich der Verweis auf den Grundsteuerservice von DeutscheGrundsteuer.de, als optimale Lösung für Steuerpflichtige und Steuerberater.

 

 

Das offizielle Magazin zur Grundsteuerreform

 

 

Die Lösung – Steuerservice von DeutscheGrundsteuer.de

DeutscheGrundsteuer.de ist eine auf die Grundsteuerreform 2022 spezialisierte Steuerkanzlei. Wir haben es uns zur Hauptaufgabe gemacht, Ihnen und Ihren Mandaten die Herausforderungen der neuen Grundsteuerrechtslage so angenehm wie möglich zu gestalten und Sie vor möglichen Hindernissen bei der Feststellung des Grundsteuerwertes zu bewahren.

Wir bieten Steuerberatern und ihren Mandanten professionelle, rechtssichere und kostengünstige Betreuung im Rahmen der Grundsteuerreform 2022 und erstellen für Sie die Grundsteuererklärung. Darüber hinaus gewährleisten wir im Nachgang die Prüfung der Steuerbescheide.

Zu einem kostengünstigen Festpreis von nur 159 Euro (inklusive 19% MwSt) bietet Ihnen unsere Kanzlei eine weitreichende und fachkompetente Beratung, Planung und Umsetzung. Damit unterbieten wir das durchschnittliche deutsche Steuerberater-Honorar laut Vergütungsordnung um rund 90 %.

 

Ihre exklusiven Vorteile umfassen:

  • Informationspaket und Muster-Anschreiben für Ihre Mandanten
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Für weitere Fragen kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder sichern Sie sich Ihre Telefonische Expertenberatung unter 030 – 30 80 80 28.